Koicha: dicken Matcha zubereiten

Koicha ist die dicke, ohne Schaum verrührte Zubereitung von Matcha und schmeckt intensiv und umamiartig. Je nach Pulver treten süßliche oder herbe Noten unterschiedlich stark hervor. Üblich sind etwa 4 g Matcha auf 30 bis 40 ml Wasser.
- Arbeitszeit
- 5 Min.
- Gesamtzeit
- 5 Min.
- Ergibt
- 1 Schale
- Schwierigkeit
- Mittel
Koffein: rechnerisch etwa 60 bis 180 mg je Portion (aus 4 g Matcha)
Zutaten
- 4 g Matcha
- 30 bis 40 ml Wasser, etwa 75 °C
- warmes Wasser zum Vorwärmen der Schale
Utensilien
Zubereitung
- Die Schale mit warmem Wasser vorwärmen, das Wasser weggießen und die Schale gut abtrocknen.
- Etwa 4 g Matcha durch das Sieb in die Schale geben; bei dieser Menge ist Sieben besonders wichtig.
- Etwa die Hälfte des Wassers dazugießen.
- Mit dem Bambusbesen langsam verrühren, mit kreisenden und hin und her gehenden Bewegungen dicht am Schalenboden, bis eine glatte Paste ohne Klümpchen entsteht.
- Das restliche Wasser zugeben und weiter langsam verrühren, bis die Koicha glänzt und zähflüssig vom Besen läuft, etwa wie flüssiger Honig. Nicht schaumig schlagen.
- Den Besen herausheben und die Koicha gleich in kleinen Schlucken trinken.
Variationen und Tipps
- Konsistenz anpassen: Ist die Koicha zu zäh und lässt sich kaum verrühren, gib einen kleinen Schluck Wasser dazu. Ist sie zu dünn, nimm beim nächsten Mal etwas weniger Wasser. Klümpchen kommen fast immer von ungesiebtem Pulver.
- Das Pulver: Koicha zeigt jede Eigenheit des Pulvers verstärkt, deshalb braucht sie einen eher milden Matcha mit wenig Bitterkeit. Ob ein Pulver dafür gedacht ist, steht in der Angabe des Händlers; ein kräftiges Latte-Pulver wird als Koicha schnell sehr herb.
- Der passende Chasen: Für Koicha nimmt man meist einen Bambusbesen mit weniger, dafür dickeren Zinken, weil die Masse dicht ist. Ein normaler Chasen geht auch, wenn du langsam und ohne Druck verrührst.
- Langsam statt schnell: Anders als bei Usucha soll kein Schaum entstehen. Gleichmäßige Bewegungen dicht am Boden verteilen das Pulver, schnelles Schlagen bringt nur Luft hinein.
- Gleich reinigen: Die dicke Masse trocknet schnell an. Spüle Schale und Besen direkt nach dem Trinken mit warmem Wasser ohne Spülmittel aus und lass den Besen an der Luft trocknen.
- Ein besonderer Moment: Koicha gehört vor allem zur Teezeremonie, wo eine Schale oft von mehreren Gästen geteilt wird, und ist im Alltag eher etwas Besonderes. Für jeden Tag ist die dünne Usucha die übliche Wahl.
- Als Basis für einen Latte: Ein Ansatz nach Koicha-Art ergibt einen kräftigen Vorabansatz für den Matcha Latte. Gieß ihn mit Milch auf, dann bleibt der Matcha auch im Iced Latte präsent, wenn das Eis schmilzt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Koicha und Usucha?
Usucha ist dünn: 2 g Matcha auf 70 ml Wasser, schaumig aufgeschlagen. Koicha ist dick: üblich sind etwa 4 g auf 30 bis 40 ml, langsam und ohne Schaum verrührt. Koicha schmeckt dichter und intensiver und braucht ein milderes Pulver.
Warum schmeckt meine Koicha bitter?
Meist ist das Pulver für die dicke Zubereitung zu herb, das Wasser zu heiß oder das Pulver nicht mehr frisch. Nimm einen milden, frischen Matcha und Wasser von etwa 75 °C. Hilft das nicht, probiere das Pulver lieber als Usucha.
Brauche ich für Koicha einen besonderen Bambusbesen?
Nicht unbedingt. Üblich ist ein Chasen mit weniger, dickeren Zinken, ob sie gerade oder gebogen sind, ist für zu Hause zweitrangig. Entscheidend ist, dass du das dichte Pulver langsam und gleichmäßig verrührst.
Kann ich Koicha mit Milch trinken?
Pur ist sie gedacht, als Basis für einen kräftigen Latte eignet sich ein Ansatz nach Koicha-Art aber gut. Verrühre das Pulver mit wenig Wasser zu einer dichten Masse und gieß sie mit warmer oder kalter Milch auf. So schmeckt der Matcha auch neben viel Milch deutlich durch.
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