Matcha süßen: Sirup, Zucker oder Honig
Womit du Matcha süßen kannst, wie sich Sirup, Zucker, Honig und Ahornsirup unterscheiden und in welcher Reihenfolge du sie in Latte und Iced gibst.

Am zuverlässigsten süßt du Matcha mit flüssigem Einfachsirup: Er verteilt sich in kalten und warmen Getränken sofort. Zucker und Honig lassen sich warm leichter einrühren, deshalb rührst du sie zuerst in den warmen Matcha-Ansatz und füllst danach mit Milch oder Haferdrink auf. Fang mit wenig an und süße in kleinen Schritten nach, denn der Matcha selbst bringt Herbe und Umami mit.
Warum Süßungsmittel in Matcha anders schmecken als in Kaffee
Kaffee ist röstig und bitter, Matcha dagegen grasig, herb und mit einer Umami-Note, die an Meeresalgen erinnern kann. Ein Süßungsmittel soll diese Herbe nicht überdecken, sondern abrunden. Sehr aromatische Süßungsmittel wie dunkler Honig oder kräftiger Sirup übertönen die feinen Noten schnell, vor allem bei einem Pulver, das ohnehin eher mild schmeckt.
Dazu kommt die Milch: Im Latte verteilt sich die Süße auf viel Flüssigkeit und erscheint schwächer, als du es von einer pur zubereiteten Schale kennst. Wer nach einer Reise nach Japan den Geschmack aus den Teehäusern vermisst, muss meist nicht mehr Süße zugeben, sondern auf Menge, Wassertemperatur und Aufschlagen achten. Gerade die Wassertemperatur macht den Unterschied: Matcha mit zu heißem Wasser schmeckt herber.
Einfachsirup, Zucker, Honig, Ahornsirup im Vergleich
Matcha löst sich nicht, er verteilt sich als feines Pulver. Beim Süßungsmittel kommt es dagegen auf die Löslichkeit an. Die Faustregel: Je flüssiger das Süßungsmittel, desto besser funktioniert es kalt.
- Löslichkeit
- sofort, auch kalt
- Geschmack zu Matcha
- neutral, lässt den Matcha im Vordergrund
- Löslichkeit
- auch kalt löslich; warm leichter einzurühren
- Geschmack zu Matcha
- neutral, wird mit Eis oft körnig, wenn er nicht gelöst ist
- Löslichkeit
- im warmen Wasser gut, kalt zäh
- Geschmack zu Matcha
- blumig bis kräftig, je nach Sorte
- Löslichkeit
- gut, auch kalt
- Geschmack zu Matcha
- karamellig, runder Nachgeschmack
- Löslichkeit
- gut, auch kalt
- Geschmack zu Matcha
- mild und neutral
Geschmacklich passen am besten die milden Varianten. Einfachsirup ist die neutralste Wahl. Ahornsirup bringt Wärme und passt gut zu Haferdrink. Bei Ahornsirup gilt: Hellere Sorten sind milder, dunklere schmecken kräftiger und können den Matcha überlagern. Wer Honig mag, nimmt am besten eine milde Sorte, etwa Blütenhonig. Dunkle Sorten wie Waldhonig dominieren das Aroma.
Einfachsirup selbst ansetzen
Einfachsirup ist in Wasser aufgelöster Zucker. Du erhitzt Zucker und Wasser in einem kleinen Topf und rührst, bis sich alle Körnchen aufgelöst haben, lässt den Sirup abkühlen und füllst ihn in ein sauberes, verschließbares Glas. Feste Rezeptwerte geben wir dafür nicht vor: Neutralen Zuckersirup rührst du nach Geschmack ein, und bei gekauftem Sirup beachtest du die Lagerhinweise des jeweiligen Produkts. Für Matcha hat Sirup den Vorteil, dass du ihn tropfenweise dosieren kannst und er sich sofort mit dem Getränk verbindet.
Für Vanille- oder Fruchtsirup lässt du Vanille oder Frucht im warmen Zuckersirup ziehen und seihst anschließend ab. Tiefgekühlte Beeren kochst du dafür vorher gründlich durch. So bekommst du ein eigenes Aroma, ohne auf aromatisierten Sirup aus dem Handel angewiesen zu sein.
Mengen je Portion
Eine feste Sirupmenge gibt es nicht, weil Geschmack und Sirup unterschiedlich ausfallen. Eine Portion RINSUMILA DAILY ist 2 g Matcha. Für diese Portion gilt als Richtwert: ein kleiner Schuss Sirup, also gerade so viel, dass du die Süße erkennst, ohne dass der Matcha dahinter verschwindet. Wer Sirup abmisst, nimmt am besten einen kleinen Löffel und probiert, bevor er nachlegt. Löffel fallen unterschiedlich aus; wenn du es genauer willst, wiegst du deine Menge einmal ab und merkst sie dir.
So gehst du vor:
- Gib zuerst wenig Sirup ins Glas.
- Bereite den Matcha zu, rühre ihn ein und probiere.
- Süße in kleinen Schritten nach, bis es dir schmeckt.
Ist deine Mischung zu süß, verdünne sie mit ungesüßtem Matcha-Ansatz oder Milch und probiere erneut.
Mehr Sirup braucht ein Latte mit viel Milch, weniger eine Schale pur. Wer auf Eis trinkt, nimmt die Süße schwächer wahr und gibt meist etwas mehr dazu. Auch das verteilt sich in Schritten besser als in einem großen Schuss.
Heiß und kalt süßen
Heiß: Die Hauswerte für den Latte sind 2 g Matcha, in 30 ml Wasser mit etwa 75 °C aufgeschlagen, dazu 200 ml Milch. Der warme Ansatz ist der beste Platz für Zucker oder Honig: Du gibst das Süßungsmittel ins Glas, schlägst den Matcha in der Schale mit dem warmen Wasser auf, gießt ihn dazu und rührst, bis sich Zucker oder Honig aufgelöst haben. Danach füllst du mit Milch auf. So bleiben Sieb und Chasen frei von Zucker.
Kalt: Zucker löst sich auch in kaltem Wasser, braucht dabei aber mehr Rühren; zäher Honig lässt sich warm leichter verteilen. Das ist die Antwort auf die Frage, ob sich Zucker oder Honig in kaltem Matcha lösen: Mit Rühren allein weniger zuverlässig, deshalb gilt die Reihenfolge Süßungsmittel zuerst. Löse es im warmen Wasser oder nimm direkt flüssigen Sirup. Erst dann kommen Eis und kalte Milch dazu. So vermeidest du, dass der Sirup oder Honig nach dem Eis klumpig oder zäh bleibt.
Kannst du Zucker direkt mit dem Chasen in den Matcha schlagen? Möglich ist es, aber weniger zuverlässig, weil sich die Körner in 30 ml Wasser nicht immer vollständig lösen und den Chasen belasten. Lieber löst du die Süße vorher in etwas warmem Wasser oder nimmst Sirup.
Süße im Latte und im Iced
Im warmen Latte genügen meist wenige Tropfen Sirup, weil Wärme Süße stärker wahrnehmbar macht. Die Reihenfolge: Sirup in die Tasse, Matcha aufschlagen, mit warmer Milch aufgießen. Mehr zu den Mengen findest du im Matcha-Latte-Rezept.
Im Iced Latte kommt zuerst der Sirup ins Glas, dann der Matcha-Ansatz, dann Eis und zuletzt kalte Milch. Wer es kräftig mag und trotzdem süß, nimmt etwas weniger Milch statt mehr Sirup; sonst wird das Getränk schnell klebrig.
Wie sich einzelne Sirupsorten verhalten:
- Vanille: rund und mild, ein Klassiker zum Latte, besonders mit Haferdrink.
- Karamell: süß und schwer, passt gut zu warmen Getränken, überdeckt aber leicht den Matcha.
- Lavendel: blumig, nur sparsam einsetzen, sonst schmeckt der Latte nach Parfüm.
- Erdbeere und Mango: fruchtig, am besten kalt mit Milch oder Hafer; die Fruchtsäure kann die Milch flocken lassen, wenn du zu viel Frucht auf einmal einrührst, deshalb Sirup erst im Glas mit etwas Milch verrühren.
- Ube und weiße Schokolade: süß und cremig, im Iced Latte beliebt.
- Agavendicksaft und Reissirup: mild und flüssig, gut kalt.
Sirupe aus dem Handel sind oft aromatisiert. Sie unterscheiden sich in Dichte und Süße, deshalb gilt auch hier: erst wenig, dann probieren. Ob ein bestimmter Sirup bei einem anderen Anbieter zu bekommen ist, können wir dir nicht beantworten, allgemein findest du Sirupe im Gastronomiebedarf, in Teefachgeschäften und in Online-Shops.
Wenn man nicht süßen will: Milch und Aufschlagtechnik
Viele mögen Matcha lieber ungesüßt. Dann hilft vor allem die Zubereitung: Siebe das Pulver, schlage es mit Wasser von etwa 75 °C zu feinem Schaum auf (etwa 15 bis 30 Sekunden) und nimm nicht zu viel Pulver für die Wassermenge. Zu heißes Wasser macht Matcha herber; kochendes Wasser solltest du vermeiden. Pur gelten die Hauswerte: 2 g sieben und mit 70 ml Wasser von etwa 75 °C aufschlagen.
Auch die Milch macht einen Unterschied. Haferdrink schmeckt von sich aus leicht süßlich und rund, Kuhmilch ist milder und cremiger. Mit etwas mehr Milch wird der Latte weicher und weniger herb, ohne dass du zusätzlich süßen musst. Wer Sirup vermeiden will, kann außerdem Süßungsmittel ohne Haushaltszucker ausprobieren, zum Beispiel flüssige Süßstoffe. Sie lösen sich in kaltem Wasser leicht, einige haben aber einen eigenen Nachgeschmack, der sich mit der Herbe des Matcha verbinden kann. Teste sie vorsichtig, am besten in einer kleinen Portion.
Gerade für einen süßen Latte eignet sich unser RINSUMILA DAILY als Alltagsmatcha: Er ist für Latte und Iced gedacht und lässt sich mit wenig Sirup abrunden.
Häufige Fragen
Wie trinkst du Matcha ohne Zuckerzusatz?
Siebe das Pulver und schlage es mit Wasser von etwa 75 °C zu feinem Schaum auf, denn zu heißes Wasser macht Matcha herber. Pur gelten 2 g auf 70 ml Wasser. Im Latte schmeckt Haferdrink von sich aus leicht süßlich, und etwas mehr Milch macht das Getränk weicher.
Welcher Mangosirup passt?
Fertiger Mangosirup ist oft sehr süß, achte deshalb auf eine kurze Zutatenliste mit echter Frucht und dosiere sparsam. Mango passt am besten kalt mit Milch oder Haferdrink. Verrühre den Sirup im Glas vorab mit etwas Milch, bevor du den Matcha dazugibst.
Welcher Einfachsirup passt?
Am neutralsten ist ein klarer Zuckersirup, weil er den Matcha im Vordergrund lässt. Reissirup und Agavendicksaft sind ebenfalls mild und lassen sich kalt einrühren. Ahornsirup bringt eine karamellige Note, helle Sorten sind milder als dunkle.
Welche Milch und Süßungsmittel passen?
Haferdrink schmeckt leicht süßlich und rund, Kuhmilch ist milder und cremiger. Als Süße passen Einfachsirup, heller Ahornsirup, milder Blütenhonig, Reissirup oder Agavendicksaft. Flüssige Süßstoffe lassen sich kalt gut einrühren, haben aber teils einen eigenen Nachgeschmack.
Sauce oder Sirup?
Sirup verteilt sich schneller, auch in kalten Getränken. Dickere Saucen, etwa aus weißer Schokolade, verrührst du zuerst im warmen Matcha-Ansatz, damit sie nicht am Glasboden haften. Beide sind meist sehr süß, deshalb gilt: erst wenig, dann probieren.
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