Matcha in Deutschland und der EU kaufen: Versand, Zoll und Lieferzeit
Matcha in Deutschland und der EU kaufen: woran du seriöse Shops erkennst, wann Zoll anfällt und welche Versandkosten und Pflichtangaben gelten.

Wer Matcha innerhalb der EU bestellt, zahlt keinen Zoll und keine Einfuhrumsatzsteuer: Die Umsatzsteuer steckt schon im Preis. Bei Bestellungen direkt aus Japan oder einem anderen Nicht-EU-Land kommen dagegen Einfuhrumsatzsteuer, je nach Sendung Zoll und oft eine Gebühr des Paketdienstes dazu, außerdem dauert die Zustellung meist länger. Ein seriöser Shop nennt Anbieter, Herkunft, Versandkosten und Rückgaberecht offen und beantwortet Fragen zur Charge.
Wo man seriös kauft: Merkmale eines guten Shops
Auf der Suche nach gutem Matcha tauchen immer dieselben Fragen auf: Wo bestellen andere? Welche Seiten sind echt? Und was tun, wenn die bekannten Adressen ausverkauft sind? Ein paar Merkmale helfen dir, Shops einzuschätzen, ohne dass du Namen kennen musst.
- Vollständiges Impressum: Name, Anschrift und eine schnelle Kontaktmöglichkeit, etwa eine Mailadresse. Ist die Firma im Handelsregister eingetragen oder hat sie eine Umsatzsteuer-ID, gehören auch diese Angaben dazu. Fehlen Name, Anschrift oder Kontakt, ist Vorsicht angebracht.
- Klare Herkunft: Das Herkunftsland steht auf der Produktseite und auf der Packung. Wer "japanischen Matcha" verkauft, sollte das auch am Etikett belegen können. Matcha aus China gibt es ebenfalls; er ist ein eigenes Produkt und muss als solches benannt sein.
- Pflichtangaben vor dem Kauf: Auf der Produktseite stehen Bezeichnung, Zutaten, Allergene, Nettofüllmenge, Hinweise zu Aufbewahrung und Verwendung, Name und Anschrift des Lebensmittelunternehmers, die Herkunft, soweit sie vorgeschrieben ist, und ein Grundpreis je Kilogramm.
- Nachvollziehbare Qualitätsangaben: Ein Analysezertifikat ist nur dann ein Argument, wenn es zur Charge mit Losnummer gehört und der Shop es zusagt. Allgemeine Siegel ohne Bezug zur Packung sagen wenig.
- Ehrliche Begriffe: Ceremonial ist keine geschützte Bezeichnung, und für Culinary gilt dasselbe. Jeder Händler darf beide Begriffe verwenden, deshalb ersetzen sie keine Angaben zu Herkunft und Zubereitung. Mit "Culinary" meinen Shops meist Pulver zum Backen, Kochen und für Mixgetränke.
- Offene Preise: 30 g japanischer Matcha kosten im Handel etwa 19 bis 49 €. Liegt ein Angebot weit darunter, frag nach Herkunft und Aufbewahrung. Liegt es weit darüber, sollte der Händler erklären können, warum.
Wenn eine Sorte überall ausverkauft ist, hilft ein geordnetes Vorgehen mehr als Hektik. Viele Shops bieten auf der Produktseite eine Benachrichtigung an, sobald die Sorte wieder verfügbar ist: Trag dich dort ein, dann musst du nicht täglich nachsehen. Fehlt so eine Funktion, frag direkt beim Anbieter per Mail nach, ob und wann Nachschub geplant ist. Wer wiederholt "gerade nicht lieferbar" liest, bestellt am besten bei einem Shop mit eigenem Lager und sichtbarem Bestand. Statt einer einzelnen Wunschsorte lohnt der Blick auf passende Alternativen: Eine Sorte aus derselben Herkunft, die für dieselbe Zubereitung gedacht ist, passt oft genauso gut zu deinem Latte oder deiner Schale. Die Suche nach "genau diesem Matcha" aus einem Foto oder Video bleibt oft erfolglos. Besser ist, auf das Etikett zu schauen: Herkunftsland, Hersteller und Zubereitungshinweis verraten mehr als der Markenauftritt.
Auch bei Fragen nach "echtem japanischem Matcha" und der besten Wahl gilt: Es gibt keine Rangliste, die für alle passt. Entscheidend ist, wofür du ihn brauchst, pur, als Latte oder zum Backen, und ob der Shop dazu klare Angaben macht. Wer mehrere Sorten vergleichen möchte, startet mit kleinen Packungen. Bei uns gibt es PURE mit 30 g, DAILY mit 50 g und REFILL mit 100 g.
Wo kaufe ich, wenn ich keine Ahnung habe? Online in einem Shop mit EU-Anschrift, der alle genannten Angaben zeigt. In Läden vor Ort lohnt dieselbe Prüfung: Etikett lesen, Herkunft suchen, Mindesthaltbarkeitsdatum und Füllmenge vergleichen. Spezialisierte Teegeschäfte beraten oft, in Supermärkten und Drogerien findest du meist weniger Sorten und wenig Beratung.
Suchst du eine Spezialität wie gerösteten Matcha (nicht zu verwechseln mit Hojicha, einem gerösteten Grüntee), fragst du am besten gezielt in Teefachgeschäften danach. Er ist ein Nischenprodukt, und wir führen ihn nicht.
Kauf aus Japan: Zoll, Einfuhrumsatzsteuer, Wartezeit
Muss ich bei einer Bestellung aus Japan Zoll zahlen? Das hängt von Warenwert, Warenart und den gerade geltenden Regeln ab. Sicher ist: Eine Sendung aus einem Nicht-EU-Land wird bei der Einfuhr angemeldet, und Einfuhrumsatzsteuer fällt an. Insgesamt können drei Posten anfallen:
- Zoll, abhängig von Warenart und Warenwert.
- Einfuhrumsatzsteuer. Für Tee wie Matcha gilt in Deutschland der ermäßigte Satz von 7 %. Eine Freigrenze für kleine Warensendungen gibt es nicht mehr. Manche Shops berechnen die Steuer schon an der Kasse, sonst kassiert sie der Paketdienst bei der Zustellung.
- Gebühren des Paketdienstes, oft als Vorlage oder Auslagenpauschale, die der Empfänger beim Zustellen oder per Rechnung zahlt.
Die genauen Sätze und Wertgrenzen legen Zoll und Finanzbehörden fest, und sie ändern sich. Verbindlich ist die Auskunft des Zolls (zoll.de) oder deiner Zollstelle. Zölle anderer Länder, etwa der USA, und ihre Folgen für dortige Preise behandelt dieser Artikel nicht; für Bestellungen in die EU gelten die hier beschriebenen Regeln.
Auch die Wartezeit ist schwer vorherzusagen. Die Sendung wartet teils beim Zoll, bis Papiere geprüft sind, und der Paketdienst meldet sich manchmal erst nach Tagen mit der Rechnung für Abgaben. Wer eine Sendung aus Japan erwartet, sollte Telefonnummer und Mailadresse korrekt angeben und die Sendungsverfolgung im Blick behalten.
Welcher Paketdienst besser ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Entscheidend ist, wer in deiner Region zuverlässig zustellt, ob eine Abholstation in der Nähe liegt und wie der Shop die Zollerklärung beilegt. Ein guter Shop nennt den Versanddienst vorab und weist offen auf mögliche Abgaben hin.
Kauf in der EU: Versand ohne Zoll
Innerhalb des EU-Binnenmarkts wird kein Zoll fällig. Die Umsatzsteuer ist bereits im Preis enthalten, es gibt keine Rechnung des Paketdienstes für Abgaben. Das gilt für Bestellungen nach Deutschland genauso wie nach Frankreich, in die Niederlande, nach Spanien und in alle anderen EU-Länder.
Unsere Versandkosten, alle mit DHL:
- Versandkosten
- 4,90 €
- Versandkostenfrei ab
- 49 €
- Versandkosten
- 9,90 €
- Versandkostenfrei ab
- 89 €
- Versandkosten
- 14,90 €
- Versandkostenfrei ab
- 129 €
In die Schweiz und nach Liechtenstein liefern wir ebenfalls, dort gelten aber Einfuhrregeln. Einfuhrabgaben und Gebühren trägt der Empfänger, Rechnung und Zollpapiere legen wir der Sendung bei. Nach Großbritannien und Norwegen liefern wir derzeit nicht, weil dort zusätzliche Registrierungen nötig sind. Außerhalb Europas, etwa nach Kanada, Australien oder in die USA, liefern wir nicht.
Mehrere Packungen lassen sich in einer Bestellung bündeln. So erreichst du die Schwelle für versandkostenfreie Lieferung leichter, etwa mit einem Set oder einer größeren Packung.
Wohnst du außerhalb unseres Liefergebiets?
Wohnst du zum Beispiel in Großbritannien, den USA, Kanada oder Australien, hilft dieses Vorgehen:
- Vor Ort anfangen: Lokale Teefachgeschäfte führen oft Matcha und können zu Herkunft und Zubereitung Auskunft geben.
- Online gezielt suchen: Spezialisierte Online-Shops in deinem Land oder solche, die die Lieferung in dein Land ausdrücklich bestätigen. Steht dein Land nicht in der Liste der Lieferländer, frag vor der Bestellung nach.
- Gesamtkosten prüfen: Versandkosten, mögliche Einfuhrabgaben und Gebühren des Paketdienstes sowie die Lieferzeit gehören in den Vergleich, nicht nur der Preis der Packung.
- Nach Herkunft und Charge fragen: Ein seriöser Shop nennt das Herkunftsland und kann sagen, aus welcher Charge die Packung stammt.
Lieferzeit und Verpackung
Wie lange dauert die Lieferung aus der EU? Innerhalb Deutschlands meist nur wenige Werktage, in andere EU-Länder etwas länger, weil der Weg weiter ist. Eine Zollabfertigung fällt nicht an, deshalb gibt es keine Wartezeit beim Zoll. Wir verpacken in Hilden und geben die Sendung an DHL; sobald sie unterwegs ist, bekommst du eine Versandbestätigung mit Sendungsnummer per Mail. Rund um Feiertage und bei Sendungen ins Ausland planst du besser einen Puffer ein. Gibt es Probleme mit einer Lieferung, prüfst du zuerst die Sendungsverfolgung und meldest dich dann mit der Bestellnummer beim Shop.
Wie wird Matcha verpackt? Üblich sind Dosen oder Standbeutel, die Licht und Luft möglichst abhalten. Bei uns kommen DAILY und REFILL im Standbeutel (Doypack) mit Zipverschluss, PURE in einer Dose. Matcha ist empfindlich: Er nimmt Gerüche an und verliert an Frische, wenn er offen steht. Nach dem Öffnen verschließt du die Packung gut und verbrauchst ihren Inhalt am besten innerhalb weniger Wochen.
Für Länder mit anderer Sprache bringen wir beim Packen einen Aufkleber in der Landessprache auf. So stehen die Pflichtangaben für dich lesbar auf der Packung.
Rückgabe und Pflichtangaben
Bei Online-Bestellungen hast du als Verbraucher in der Regel ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen. Ausnahmen gibt es nur in den gesetzlich geregelten Fällen, zum Beispiel bei versiegelten Waren, die aus Hygienegründen nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn das Siegel entfernt wurde. Details stehen in der Widerrufsbelehrung des Shops, die du vor dem Kauf einsehen kannst. Beschädigte oder falsch gelieferte Ware meldest du am besten mit einem Foto per Mail.
Diese Angaben solltest du vor der Bestellung im Shop finden:
- Impressum mit Name, Anschrift und Kontakt des Verkäufers
- Bezeichnung, Zutaten, Allergene, Nettofüllmenge, Aufbewahrung und Verwendung, Name und Anschrift des Lebensmittelunternehmers, Herkunft, soweit vorgeschrieben
- Grundpreis je Kilogramm, Gesamtpreis mit Umsatzsteuer, Versandkosten
- Widerrufsbelehrung, Datenschutzhinweise und Zahlungsarten
Auf der Packung selbst findest du zusätzlich das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Los- oder Chargennummer. Ein ausreichend genaues Mindesthaltbarkeitsdatum kann die Loskennzeichnung ersetzen.
Du musst die Angaben für die Produktseite nicht erst anfordern. Ein Shop, der sie versteckt, ist ein schlechtes Zeichen.
Warum ein EU-Lager Vorteile bringt
Belegbare Vorteile eines Lagers in der EU, aus Käufersicht:
- Kein Zoll, keine Nachforderungen innerhalb der EU-Versandzone: Bei Lieferungen in EU-Länder und nach Monaco ist der Preis an der Kasse der Endpreis. Bei Lieferungen in die Schweiz und nach Liechtenstein können beim Empfang Einfuhrabgaben anfallen.
- Kürzere Wege: Die Sendung startet bei uns in Hilden und muss innerhalb der EU und nach Monaco keine Zollabfertigung durchlaufen.
- Ansprechpartner in Europa: Fragen zur Bestellung klärst du mit einem Händler in Deutschland, nicht über Kontinente hinweg.
- Rückgabe und Reklamation innerhalb der EU: Du musst keine Ware nach Übersee zurückschicken.
- Pflichtangaben nach EU-Recht: Kennzeichnung, Verantwortlicher und Rechtsrahmen gelten für den Händler vor Ort.
Mehr behaupten wir nicht: Ein EU-Lager sagt nichts über den Geschmack aus. Dafür zählen Herkunft, Verarbeitung und Frische.
Häufige Fragen
Wo bezieht ihr euren Matcha?
Unser Matcha stammt aus Japan. Abgefüllt wird er bei einem Abfüller in der EU, verschickt wird er von uns aus Hilden. Das Herkunftsland steht auf jeder Packung.
Wo kauft man Matcha am besten ein?
Dort, wo Impressum, Herkunft, Pflichtangaben und Versandkosten offen stehen. Online ist das meist ein Shop mit EU-Anschrift, vor Ort ein Teefachgeschäft, das zur Sorte Auskunft gibt.
Fällt auf Matcha Zoll an?
Bei Kauf innerhalb der EU nicht. Bei Importen aus Japan oder anderen Drittländern fällt Einfuhrumsatzsteuer an, je nach Warenwert und aktuellen Regeln auch Zoll. Die verbindliche Auskunft gibt der deutsche Zoll.
Ich finde keinen guten Matcha in Deutschland. Was tun?
Online bestellen: Shops mit Lager in Deutschland oder der EU liefern ohne Zoll. Achte auf Herkunft, Etikett und eine klare Angabe, wofür das Pulver gedacht ist.
Wo gibt es chinesischen Matcha?
In einigen Teeshops und Online-Shops, meist mit "China" als Herkunft auf dem Etikett. Wir verkaufen ausschließlich japanischen Matcha und führen keinen chinesischen.